Silbermünzen sammeln
Elfi am 20:02 Uhr 17.10.2011 :
Der Blog gefällt mir ganz besonders gut. Supe
Jeannette am 15:23 Uhr 21.9.2011 :
Hab mich schon so sehr auf den Artikel gefreut, un
Ewany am 10:48 Uhr 20.9.2011 :
Wenn ich nur halb so gut und verständlich schreib
Hans-Rüdiger am 07:59 Uhr 20.9.2011 :
Guter Blog. Sehr schöne und spannende Artikel
anna katharina am 14:42 Uhr 21.8.2011 :
20. Ich weiß ja nicht was andere davon halten
von Nelly
Silber ist seit den Anfängen der Münzprägung vor über 2500 Jahren im antiken Persien und Griechenland das klassische Münzmetall gewesen: auch kleinere Münzeinheiten waren im wahrsten Sinne des Wortes Stückelungen von nur 3 bis 4 mm Durchmesser - aber eben aus Silber. Der Name dieser Münze ist noch heute in aller Munde: Obolos, eine sechstel Drachme.
Silber war über die Jahrtausende das bedeutendste Münzmetall: edel genug, um viel Wert in einer Münze zu vereinen. Weich genug, um es leicht zu prägen.
Sein Glanz, die helle Farbe aber vor allem der klingende Klang machten Silbermünzen zu beliebten Hortungsobjekten. Der "Notgroschen" war meist aus Silber, ebenso die "Eiserne Reserve" oder das, was man auf die "Hohe Kante" legte. In den Schatzkisten und Truhen wurden vom ausgehenden Mittelalter bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als das silberne Fünfmarkstück noch geprägt wurde, Silbermünzen in Talergröße gehortet. Die hatten einen deutlich höheren Silbergehalt als die kleineren Nominale, man bekam also für einen Taler in kleinen Silberstücken deutlich weniger Edelmetall als in einer ganzen Talermünze.
Für Hortungszwecke wurden schon früher größere und dickere Silberstücke als mehrfache Taler geprägt. Diese Prachtstücke sind heute gefragte Schätze bei Münzsammlern. Silbermünzen gelten heute aber auch als eine gute Wertanlage und das Silbermünzen kaufen sicherlich eine Interessante Form der Geldanlage.
Die Tradition des Silbermünzenhortens hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt: Die 10-Euro-Gedenkmünzen werden gerne bei der Bank eingetauscht und beiseitegelegt, zur Konfirmation oder Kommunion verschenkt und als "Schatz" gehütet. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Silbermünzen anderer staatlicher Prägeanstalten für die Geldanlage zu kaufen. Darunter sind auch besonders große und schwere Stücke, die es mit den "Schautalern" der Vergangenheit aufnehmen können. Aber auch das Euromünzen sammeln ist seit der Währungsreform ein eine Leidenschaft vieler Münzsammler.
Der Name "Taler" oder "Thaler" stammt von den großen Silbermünzen, die ab 1518 in dem silberreichen Joachimsthal in Böhmen geprägt wurden und war in Abwandlungen die gängige Bezeichnung für europäische Silbergroßmünzen: Daler in Skandinavien und den Niederlanden, Talero in Spanien und Dolera in Portugal. Der "Dollar" ist davon sprachlich nicht weit entfernt. Die US-Silberdollars sind legendär, nicht nur aus Pokerrunden in den Western-Filmen. Die lange Tradition dieser Dollarmünzen wird heute mit den "Eagle-Dollars" fortgeführt.
Das Sammeln von Silbermünzen ist neben einer langfristigen Geldanlage ein Hobby, das viele Bezüge zur Geschichte und Kultur hat und den alten Menschheitstraum nach einem "Schatz" erfüllt.


Kommentare
09:06 Uhr 22.10.2010manne
Sehr lehrreich was ihr hier textet, wird ich mir gleich mal abonnieren
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